SPD Gottmadingen

 

Gemeindratswahl - Die Kandidaten der SPD/UL

Kirsten Graf

Man kann etwas bewegen

Spürt man als Hebamme eine besondere Verantwortung für die nächste Generation?

Das auch, zusätzlich bekommt frau aber ein besonderes Bewusstsein dafür, wie der Umgang mit einem Menschen in seiner allerersten Lebenszeit dessen spätere Chancen und Möglichkeiten entscheidend beeinflusst. Je mehr wir also in diese erste Zeit investieren – Liebe, Zeit, Grips, Geld - desto mehr tun wir für die nächste Generation. Deshalb war mir zum Beispiel die Investition der Gemeinde in die Leitungsfreistellung der Kindergartenleiterinnen so wichtig. Hier ging und geht es um gute Bildungsarbeit für unsere Kleinsten, und das muss uns als Gemeinde etwas wert sein.

Die Welt ist ziemlich unübersichtlich geworden und manchmal hat man das Gefühl, dass uns die globalen Probleme über den Kopf wachsen. Was kann man da mit „Dorfpolitik“ überhaupt erreichen?

Wir sprechen ja auch vom „globalen Dorf“. Kein Zipfel der Welt, auch nicht unsere eher ländliche Region, bleibt unbeeinflusst von den nationalen und internationalen Themen. Ich nenne nur den Mangel an bezahlbarem Wohnraum und den Umgang mit geflüchteten Menschen. Da, wo ich den Rahmen, in dem ich mich politisch bewege, einigermaßen überschauen kann, werde ich wirksam und spüre, dass das, was ich tue, nicht egal ist. Insofern ist Kommunalpolitik eine sinnvolle und befriedigende Aufgabe. Denn hier kann ich viel bewegen.

Welches Thema steht aktuell im Vordergrund?

Als Mitglied der Lenkungsgruppe werde ich weiter intensiv mitarbeiten am Projekt „Quartier 2020“. Der Bürgerdialog hat ja bereits begonnen und ich freue mich auf eine spannende Zeit. Schließlich geht es hier unter anderem um die Frage, wie wir in Zukunft leben wollen, was wir dafür brauchen in diesem Teil Gottmadingens und was die Gemeinde hier tun kann, um die Wünsche der Bewohner und Bewohnerinnen und die Anforderungen an zukunftsgerechte Entwicklung (Integration von Pflege und generationsübergreifendem Wohnen) unter einen Hut zu bekommen. Es geht um Veränderungen, aber auch darum, unser Zuhause gemeinsam zu gestalten.

Interview: Ulrike Blatter

 

Markus Dreier

Den Leitbildprozess auf den Weg bringen

10 Jahre Gemeinderat – was überwiegt da: Frust oder Lust?

Eindeutig die Freude am Gestalten. Klar gibt es Durststrecken – aber wir haben auch einiges auf den Weg gebracht wie zum Beispiel die Einführung des Sozialpasses oder den Jahresempfang.

In Zukunft geht es aber um größere Themen, oder?

Genau. Deshalb werde ich mich als Gemeinderat mit ganzer Kraft für eine Fortsetzung des Leitbildprozesses einsetzen. Und zwar nicht am grünen Tisch oder hinter verschlossenen Türen, sondern in einem demokratischen und transparenten Dialog der Politik gemeinsam mit den Gottmadinger Bürgerinnen und Bürger. 

Das braucht Zeit und Kraft.

Diese Zeit sollten wir uns nehmen, denn es ist eine Riesenchance die Zukunft von Gottmadingen gemeinsam zu gestalten. 
Kraft ist genug da – ich freue mich sehr über unsere Liste mit neuen Gesichtern und frischen Ideen.

Interview: Ulrike Blatter

 

Birgit Schinkel

Es lässt sich gut leben in Gottmadingen, das gilt es zu erhalten. Es gilt aber auch zu schauen, was wir in Gottmadingen noch besser machen können. Dazu gibt es Themen, die mir derzeit ganz besonders am Herzen liegen, und für die ich mich gern im Gemeinderat mit der SPD/Unabhängigen Liste einsetzen möchte.

Da ist die Verkehrssituation - wie schaffen wir es, unsere Gemeinde weniger mit Kfz-Verkehr zu belasten? Mir ist wichtig, wie wir in unserer Gemeinde mehr zum Schutz unseres Klimas und der Biodiversität beitragen können. Klimawandel und Artenschwund gehen auch an Gottmadingen nicht spurlos vorbei. Und wie gelingt es uns in unserer Gemeinde, kluge Konzepte für Wohnraum und Arbeitsplätze umzusetzen und dabei sparsam mit unseren Ressourcen umzugehen?

Ich bin Mitglied der GRÜNEN und glaube, dass mehr Grün auch Gottmadingen guttun würde. Und ich glaube daran, dass auch kleine Schritte dazu beitragen, etwas zu bewirken und neue Wege einzuschlagen. Ganz wichtig ist mir bei allen Themen und Diskussionen, respektvoll miteinander umzugehen und zuzuhören. - Birgit Schinkel

 

Volker Rauwolf

Die Dinge in Bewegung halten

Man sagt ja oft, dass Rentner nie Zeit haben. Trifft das auch für Sie zu?

Zeit habe ich mehr als während meiner Berufstätigkeit! Aber für mich trifft tatsächlich eher der Begriff „Un-Ruhestand“ zu. Zum einen, weil ich schon immer ein sehr politisch denkender und aktiver Mensch gewesen bin. Zum anderen, weil mich die aktuellen Herausforderungen, vor denen unser Ort steht, tatsächlich etwas unruhig machen.

Sie waren ja nie parteipolitisch organisiert. 

Richtig. Aber in der aktuellen Situation ist es mir sehr wichtig auch ein klares Statement gegen Rechts zu setzen.

Viele Menschen in Gottmadingen kennen Sie vor allem in Zusammenhang mit Ihren zahlreichen Ehrenämtern. Warum wollen Sie jetzt in den Gemeinderat?

Das eine schließt das andere ja nicht aus! U.a. 25 Jahre ehrenamtliches Engagement in unserer Gemeinde (z.B. als Elternbeiratsvorsitzender der Hebel – und Eichendorff-Schule, im Vorstand des FÖKUHEI) sehe ich als hervorragende Basis, um mit Sachverstand und Augenmaß auch politisch mitreden zu können.

Also ist das Thema Schule für Sie zentral?

Ich sehe das Thema Bildung umfassend – nicht nur auf die Schulen bezogen, sondern auch im Bereich vorschulische Bildung (Stichwort KiTa), sowie im Bereich Erwachsenenbildung und Kultur. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Verkehrssituation und -sicherheit in Gottmadingen. Außerdem möchte ich mich für mehr Transparenz einsetzen – ganz besonders im Bereich nachhaltige Investitionen und Finanzen. 

Interview: Ulrike Blatter

 

Silvia Sixta

Kleine Schritte für Gottmadingen und ein großer Schritt für die ganze Region

Sie sind seit 2012 Mitglied im Gemeinderat. Sind Sie zufrieden mit dem Erreichten?

Unsere Fraktion konnte sicher wichtige Impulse geben – aber wenn man, so wie ich, im Technik- und Umweltausschuss arbeitet, wird man ein bisschen demütig: es warten noch viele Herausforderungen auf uns. 

Aber die Natur in und um Gottmadingen ist doch bewundernswert intakt?

Es stimmt: Umweltschutz wird in Gottmadingen großgeschrieben. Aber unsere Region ist kein reines Naturschutzgebiet, sondern auch Agrar- und Industrielandschaft mit sehr viel Verkehr. Da gibt es Verbesserungspotential.

Und das heißt konkret?

Alle reden vom Insektensterben – ein Lösungsansatz wäre es, Gottmadingen zu einer pestizidfreien Gemeinde zu machen. Artenvielfalt wird auch durch eine Renaturierung des Riederbachs gefördert. Ich setze mich ein für eine konsequente Überprüfung aller Gemeinde-Entscheidungen in puncto Ökologie und Nachhaltigkeit. Das bedeutet viele kleine Schritte vor Ort – aber wenn viele „kleine“ Gemeinden solche Konzepte unterstützen, bringt das die ganze Region voran.  

Bekommen Sie auch Gegenwind?

Windkraft bringt ja auch Energie! Nein, im Ernst: Basis all‘ dieser Entscheidungen ist ein lebendiges Miteinander und der demokratische Austausch der Bürgerinnen und Bürger. Solche Entscheidungen können nicht allein am grünen Tisch getroffen werden, sondern man muss die Bevölkerung in die Prozesse mit einbinden und sie im wahrsten Sinne des Wortes „mitnehmen“ in eine lebenswerte Zukunft. 

Was gehört für Sie außerdem noch zur Zukunftsfähigkeit?

Bildung und Arbeitsplätze! Deshalb engagiere ich mich in der Lenkungsgruppe Eichendorffschule, ich setze mich ein für die Förderung des Einzelhandels im Zentrum von Gottmadingen und für die Förderung alternativer Mobilitätskonzepte wie zum Beispiel Carsharing.

Interview: Ulrike Blatter

 

Bernhard Gassner

Auch ein Experte lernt nie aus

15 Jahre im Gemeinderat – gibt es da eigentlich noch Neues?

Unsere Welt ändert sich rasant und das bekommen wir auch hier in Gottmadingen zu spüren. Insofern besteht kaum die Gefahr, dass man in Routine erstarrt.

Man muss sich also immer wieder in neue Themen einarbeiten?

Genau. Als Architekt bin ich sozusagen Experte für Bauen und Wohnen – aber aus diesem Thema ergeben sich viele weitere Fragestellungen: Bezahlbares Wohnen, Wohnen im Alter, Integration von zugewanderten Menschen sowie Lärmbelastung in Wohngebieten, um nur einige Aspekte zu nennen. Da lernt man nie aus ...

Also wird Ihnen so schnell nicht langweilig?

Zugegeben, die Arbeit im Gemeinderat ist zeitintensiv und manchmal auch anstrengend. Andererseits bietet politische Einmischung vor Ort wirkliche Chancen, um konkret für die Bürgerinnen und Bürger etwas zu erreichen. Ganz besonders freue ich mich, dass wir auf der Liste der SPD-UL einige neue Kandidat*innen haben, die frischen Wind und neue Ideen mitbringen.

Interview: Ulrike Blatter

 

Doris Wiggert

Nicht nur Lippenbekenntnisse

Ist ein soziales Gewissen ein gutes Ruhekissen?

Nein, es macht manchmal sehr unruhig. Ich habe mich in Gottmadingen immer sehr wohlgefühlt und lebe gern hier, aber irgendwann ist mir klargeworden, dass es in unserem Ort viele Menschen gibt, denen es nicht gut geht – auch, wenn man es nicht auf den ersten Blick sieht.

Das hatte Konsequenzen?

Ja. Ich engagiere mich seit vielen Jahren ehrenamtlich in der AWO und mein soziales Gewissen war auch der Grund in die SPD einzutreten. Für mich ist das Wort „Sozial“ im Parteinamen kein Lippenbekenntnis, sondern eine Motivation zum Handeln.

Gibt es politische Wünsche?

Meine politischen Ziele für Gottmadingen sind ziemlich realitätsbezogen und finden sich im Wahlprogramm der SPD-UL. Wenn ich mir etwas wünschen dürfte, dann dass sich mehr junge Menschen politisch engagieren. Aber ich denke, da sind wir auf einem guten Weg.

Interview: Ulrike Blatter

 

Andreas Klett

Erreichbarkeit ist wichtig – virtuell und im echten Leben

In Gottmadingen gibt es viele „Baustellen“ – auch politisch. Wo soll man anfangen?

Bei der Bürgerbeteiligung! Ganz egal ob Schule oder Neubaugebiet – die Menschen wollen gehört werden und verlangen heutzutage von Politiker*innen, dass sie „mit dem Ohr nah bei den Bürgern“ sind.

Beim Höhenfreibad hat das doch gut funktioniert, oder?

Grundsätzlich ist die Bürgerbeteiligung in Gottmadingen recht gut aufgestellt. Allerdings wurden nicht alle wichtigen Themen mit dieser Transparenz angegangen. Da ist noch Luft nach oben.

Erreichbarkeit und Transparenz im politischen Alltag – wie soll das aussehen?

Viel zu wenige wissen, dass es öffentliche Fraktionssitzungen der SPD/UL gibt, zu denen alle Bürgerinnen und Bürger eingeladen sind. Gerne stehe ich auch für direkte Gespräche zur Verfügung. Vielleicht ist auch für unseren Ort eine digitale Plattform zur Bürgerbeteiligung sinnvoll – ähnlich wie die „Bürger-App“ in Tübingen. Das muss allerdings gut überlegt werden – wichtige Stichworte sind Kosten und Sicherheit. 

Viele Ideen bedeutet auch viele (unterschiedliche) Meinungen. Wo sollen die Fäden zusammenlaufen?  

Wichtig ist, dass der Leitbildprozess für Gottmadingen in Gang kommt. Wohnen, Arbeiten und Verkehr sind wichtige Stichworte – denn nur gemeinsam können wir die wichtigste Frage beantworten: Wie wollen wir morgen leben?

Interview: Ulrike Blatter 

 

Axel Meyer

Unterwegs für alle Generationen

Ich bin 46 Jahre alt und arbeite seit 25 Jahren als Kinderkrankenpfleger in Gailingen. 
Als Sozialdemokrat kandidiere ich für den Gemeinderat Gottmadingen für die SPD/UL sowie für den Kreistag als Kandidat der SPD. 

Als Bürger Gottmadingens ist mir die Sicherheit der Schulwege ein großes Anliegen, aber auch, dass es für alle Generationen gute Angebote im öffentlichen Nahverkehr gibt, um mobil zu bleiben. 

Da ich beruflich mit Kindern und Jugendlichen arbeite, weiß ich, wie wichtig auch die „Arbeit im Hintergrund“ ist, um Konzepte, Administratives und Organisatorisches wie z.B. Elternarbeit zu erledigen. Das sollte nicht auf Kosten der Betreuung der Jüngsten unserer Gemeinde gehen. Deshalb halte ich die bezahlte Freistellung z.B. von Leitungskräften in Kindertagesstätten, für notwendig, damit diese Arbeit fokussiert erledigt werden kann und nicht von der Betreuungszeit abgeht. 

Für den Kreistag kandidiere ich, weil mir die Sicherstellung eng verzahnter Gesundheitsdienste wichtig ist. Dazu gehört ein starker Gesundheitsverbund, wie auch ein reichhaltiges Angebot ambulanter, haus- und fachärztlicher Versorgung im Landkreis. Auch auf Landkreisebene werde ich mich Themen der Mobilität, vor allem mit öffentlichen Verkehrsmitteln, widmen.

Und ein Grundsatz gilt für beide Kandidaturen: Ich werde mich politisch gegen Entwicklungen stellen, die Fremdenhass, Rassismus und Homophobie begünstigen. Im Übrigen gilt für mich der Satz des SPD-Politikers Johannes Kars: „Ich rede nicht mit Rechtsradikalen!“ - Axel Meyer

 

Wolfgang Schroff

Gesundheit und Wohnen stehen für mich im Fokus

Als Arzt ist das Thema Gesundheit für Sie sicher zentral?

Ja, unbedingt. Wir müssen die ärztliche Grundversorgung in Gottmadingen und den Teilorten auch in Zukunft sichern. 

Ärztemangel auf dem Land ist ja in aller Munde. 

Viele Ärzte kommen ins Rentenalter. Junge Ärztinnen und Ärzte wollen nicht endlos Überstunden machen. Einen Ausweg zeigt aktuell die Stadt Tengen mit der Genossenschaft Ärztehaus.  

Zur Gesundheit gehört auch die Pflege.

Ich setze mich ein für einen Ausbau von seniorengerechtem Wohnen – dabei sind unterschiedliche Konzepte denkbar: vom betreuten Wohnen bis hin zur Tagespflege – aber ich möchte keine „Ghettos für Alte“.

Sondern?

Bezahlbarer Wohnraum ist ein Thema, das alle Generationen betrifft. Im Neubaugebiet Rattenäcker soll deshalb ein gut durchmischtes Viertel entstehen, das allen Generationen Wohnraum bietet. Dazu gehört dann auch ein Begegnungszentrum für Bürgerinnen und Bürger. 

Ist das nicht zu teuer?

Wir haben bereits genug Luxuswohnungen im Ort. Wir brauchen bezahlbare Wohnungen – Wohnen ist ein Grundrecht und gute Wohnungen bedeuten gesundes Leben und gesundes Aufwachsen für die nächste Generation.

Interview: Ulrike Blatter

 

Roland Kunze

Dort was machen, wo ich wohne

Sie haben doch bereits das Rathaus erobert – am Schmotzigen Donnerstag ...

Als Narren der Gerstensackzunft pflegen wir traditionell ein gutes Miteinander – unabhängig von politischen Gesinnungen. Auch im Gottmadinger Gemeinderat stehen politische Grabenkämpfe nicht so sehr im Vordergrund, sondern die Suche nach pragmatischen Lösungen. Und Humor hilft bekanntlich immer. 

Sie sind ja in Gottmadingen ein ziemliches „Urgestein“.

Ich bin hier aufgewachsen und bin nicht nur in der Fasnet aktiv: Auch setze ich mich für die Interessen der Kleingartenpächter im Kabisland ein und bringe seit Jahren auf Facebook Hilfesuchende und freiwillige Helfer zusammen. Ich betreue dort die Gruppen „Nachbarschaftshilfe Konstanz und Nachbarschaftshilfe in Gottmadingen und im Hegau“, wo Menschen sich gegenseitig bei Gartenarbeiten, Behördengängen und Ähnlichem unterstützen können. Um Verwechslungen vorzubeugen: Diese Arbeit ist NICHT identisch mit der Nachbarschaftshilfe des Sozialkreises. Ich glaube, dass ich generell das Ohr nah an den Bedürfnissen der Menschen habe und möchte mich für die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger einsetzen. 

Gibt es ein Thema, das Ihnen besonders am Herzen liegt?

Das Wohlergehen „meines“ Ortes! Besonders interessiert mich alles um den Neubau der Eichendorff-Schule und was dann rund um das Gebiet „Rattenäcker“ mit den freiwerdenden Grundstücken geschieht. Hier setze ich mich ein für Transparenz und einen ausführlichen Bürgerdialog.

Interview: Ulrike Blatter 

 

Patrick Bosch

Was braucht es für ein gutes Leben?

Du bist vor über zwanzig Jahren nach Gottmadingen gezogen und fühlst dich hier zu Hause ...

....allerdings! Und ich möchte auch den Rest meines Lebens an diesem herrlichen Flecken verbringen! Deshalb ist es mir ein Anliegen, mich für eine gute Lebensqualität in unserem Ort einzusetzen.

Du hast den Begriff „Work-Life-Balance“ erwähnt – wie kann das denn für einen ganzen Ort funktionieren?

Um den Ort voranzubringen und um Arbeitsplätze zu schaffen, ist die Ansiedelung von Gewerbebetrieben wichtig. Aber zum Arbeiten gehört auch das Wohnen – wir brauchen dringend bezahlbaren Wohnraum. Dafür werde ich mich einsetzen!

Was bedeutet die Nähe zur Schweiz für unseren Ort?

Wir sind geprägt von einer gewissen Form des Einkaufstourismus – was auch Vorteile hat, da wir – gemessen an der Ortsgröße – überdurchschnittliche Einkaufsmöglichkeiten haben. Auch das bringt Arbeitsplätze. Allerdings hat es auch Schattenseiten, wenn auf dem Wohnungsmarkt auf einmal nur noch „Luxuswohnungen“ entstehen. Wohnen ist ein Grundrecht und Wohnraum muss bezahlbar bleiben, auch wenn sich die Einkommensverhältnisse verschlechtern. Dafür gibt es viele Gründe – aber es kann nicht angehen, dass Menschen, die ein Leben lang gearbeitet haben, ihre Miete nicht mehr zahlen können, wenn sie in Rente gehen!

Das Thema Verkehr ist dir auch wichtig.

Der Straßenverkehr hat in Gottmadingen kontinuierlich zugenommen und besonders für ältere Menschen und Kinder wird es immer schwieriger. Mit dem Fahrrad ist oft kein Durchkommen. Im Straßenverkehr muss Rücksicht auf die Schwächeren genommen werden. Deshalb plädiere ich für Tempo 30 im gesamten Ort. Das reduziert die Lärmbelastung und senkt die Unfallgefahren.

Interview: Ulrike Blatter

 

Florian Brütsch

Zukunft geht nur gemeinsam

Wie kommt man so jung zur Politik?

Da wächst man rein… Bereits als Jugendlicher habe ich mich ehrenamtlich vor Ort engagiert und insbesondere im Musikverein bereitet mir das bis heute Freude. Irgendwann erschien mir die Politik als logische Folge meiner Aktivitäten.

Was kann die Politik vor Ort für Vereine erreichen?  

Ich werde mich für eine bessere Ausstattung von Hallen und Veranstaltungsräumen einsetzen. 

Reicht das?  

Das ist ein Schritt in die richtige Richtung. Meine Vorstellungen von einem funktionierenden Gemeinwesen gehen allerdings über eine funktionierende Halleninfrastruktur hinaus. 

Und das heißt konkret?  

Gottmadingen soll einen Leitbildprozess starten, bei dem die Bürger gemeinsam ein Zukunftskonzept erarbeiten. Dabei sollten wir alle Generationen erreichen – insbesondere die Jugend. Wer heute jung ist, wird mit den Entscheidungen leben müssen, die wir heute treffen. Sehr wichtig ist in diesem Zusammenhang das Thema Wohnen. Wohnungen müssen für alle Generationen bezahlbar sein. Auch dafür werde ich mich einsetzen.

Interview: Ulrike Blatter 

 

Termine der SPD Gottmadingen

Termine:

24.05.2019, 13:00 Uhr - 17:00 Uhr SPD/UL vor der Bäckerei Grecht
Die SPD/UL im Gespräch mit den Bürgerinnen und Bürgern.

25.05.2019, 10:00 Uhr - 13:00 Uhr Die SPD/UL vor der Bäckerei Grecht

26.05.2019, 08:00 Uhr - 18:00 Uhr Wahltag
Gemeinderatswahlen - SPD/UL wählen! Kreistagswahlen - SPD wählen! Europawahlen - SPD wählen, denn …

Alle Termine

 

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