SPD Gottmadingen

Mehr Schutz für Frauen vor häuslicher Gewalt

Veröffentlicht am 09.04.2025 in Landespolitik

Konstanz/Stuttgart – In der letzten Sitzung des Baden-Württembergischen Landtags 
sprachen sich die Regierungsparteien Grüne und CDU gegen einen Gesetzesentwurf 
der SPD-Landtagsfraktion aus, der darauf abzielte, Frauen vor Straftaten gegen ihre 
sexuelle Selbstbestimmung und Gefahren durch häusliche Gewalt besser zu 
schützen. Die Bundestagsabgeordnete Lina Seitzl und der Landtagsabgeordnete 
Hans-Peter Storz aus dem Landkreis Konstanz erklären: "Femizide sind ein 
strukturelles Problem, das uns alle betrifft. Jeden dritten Tag wird in Deutschland 
eine Frau von ihrem (Ex-)Partner getötet. Es ist unerlässlich, konsequent zu 
handeln, um Frauen vor Gewalt zu schützen."

Hans-Peter Storz kritisiert die Ablehnung der grün-Schwarzen Landesregierung: 
„Die elektronische Aufenthaltsüberwachung hätte maßgeblich dazu beitragen 
können, einen sicheren Mindestabstand zwischen gefährdeten Frauen und ihren 
Tätern zu gewährleisten. Bei Unterschreitung dieses Abstands würde automatisch 
ein Alarm ausgelöst, der ein schnelles Eingreifen ermöglicht und potenzielle 
Gewalttaten verhindern kann.“
Auch im Landkreis Konstanz ist die Situation von Frauen, die von häuslicher 
Gewalt betroffen sind, dramatisch. Die Versorgung mit Frauenhausplätzen ist 
unzureichend, und die Nachfrage übersteigt das Angebot bei weitem. Betroffene 
Frauen sehen sich oft gezwungen, zurück in die gemeinsame Wohnung mit dem 
gewalttätigen Partner zu ziehen, da kein angemessener Wohnraum zur Verfügung 
steht. 
Das auf Bundesebene verabschiedete Gewaltschutzgesetz schafft einen 
Rechtsanspruch auf einen Frauenhausplatz und regelt eine einheitliche 
Finanzierung. Dies wird auch im Landkreis Konstanz zur Verbesserung der 
Situation beitragen und letztlich Leben retten. 
Lina Seitzl betont: "Das Gewaltschutzgesetz verbessert das Hilfesystem erheblich 
und gewährt Frauen unabhängig von ihrem sozialen Status oder Wohnort besseren 
Zugang zu Schutz und Beratung. Der Bund übernimmt einen Teil der Kosten, um 
den Zugang zur Hilfe für alle Frauen sicherzustellen."
Der Gesetzentwurf der SPD wurde vom Landtag in die Fachausschüsse überwiesen. 
Nach dem bisherigen Beratungsverlauf ist es unwahrscheinlich, dass die 
Landtagsmehrheit zustimmt. Dennoch bleiben Lina Seitzl und Hans-Peter Storz 
entschlossen, weiterhin für den Schutz von Frauen und Kindern zu kämpfen. "Wir
werden nicht aufhören, uns für wirksame Maßnahmen gegen Gewalt an Frauen 
einzusetzen. Nur mit konsequentem Handeln können wir diese Gewalt effektiv 
bekämpfen. Worte reichen nicht – es braucht Taten!"

 

Homepage Hans-Peter Storz, SPD-Landtagsabgeordneter für Singen, Hegau, Stockach

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