SPD Gottmadingen

Personalsituation an sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungsstellen bleibt kritisch

Veröffentlicht am 17.06.2025 in Wahlkreis

 


Hans-Peter Storz zu Besuch in der Wessenbergschule

Wie kann die Wessenbergschule zu einer besseren Schule werden? Bei einem Besuch der Wessenbergschule in Singen äußerten die Klassensprecherinnen und Klassensprecher in einer Diskussion mit dem Landtagsabgeordneten Hans-Peter Storz Wünsche zur Ausstattung und zum Angebot ihrer Schule. Die Schülervertreter forderten eine moderne Ausstattung in renovierten Klassenzimmern. Für die Pausengestaltung auf dem Schulhof seien mehr Spielgeräte notwendig. Auch ein Ausbau der Hausaufgabenbetreuung sei notwendig. In Kleingruppen und mit Unterstützung der Verbindungslehrerinnen hatten die Schüler ihr Anliegen für eine bessere Schule vorbereitet und konnten sie dem Abgeordneten präsentieren.

Storz konnte natürlich nicht versprechen, dass alle Schülerwünsche sofort erfüllt werden. Er sagte aber zu, sich dafür beim Land und beim Träger der Schule einzusetzen. Dabei lobte er das Engagement der Klassensprecherinnen und Klassensprecher: "Ihr seid die gewählten Vertreter Eurer Mitschüler. Dadurch leistet ihr einen Beitrag, dass Eure Wünsche und Anliegen gehört und umgesetzt werden." Schule müsse zu einem Ort werden, an dem sich alle wohlfühlen können, so Storz. 

Die Wessenbergschule ist eine von elf sogenannten „Brennpunktschulen“ in der Stadt Singen. Sie erhalten alle zusätzliche Fördermittel im Rahmen des sogenannten Startchancen-Programms, das die vorherige Bundesregierung 2024 ins Leben gerufen hatte. Ziel sei es, Schulen mit einem hohen Anteil sozial benachteiligter Schülerinnen und Schüler zusätzlich zu unterstützen. Das Fördervolumen, so Storz sei beachtlich. In den nächsten zehn Jahren erhalten diese Schulen bundesweit eine Unterstützung von insgesamt 20 Milliarden Euro. Auf Baden-Württemberg entfallen davon 260 Millionen Euro pro Jahr.

Schulen wie die Wessenbergschule sei die Förderung durch das Startchancen-Programm eine große Hilfe. Doch es löse viele Probleme nicht, erläuterte Schulleiterin Silke Hartleb dem Abgeordneten. Wie bei allen sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren im Land, stiegen auch an der Wessenbergschule die Schülerzahlen. Die notwendigen Stellen für Lehrkräfte dagegen könnten nicht besetzt werden. Frau Hartleb wies zudem darauf hin, dass sich seit der Einführung des Startchancenprogramms die Einstellungssituation von Pädagogischen Assistenten nicht nur an der Wessenbergschule, sondern an den meisten SBBZ deutlich verschlechtert habe. Diese werden nämlich nur bis zu den Sommerferien bezahlt und müssen sich für diesen Zeitraum arbeitslos melden. "Für uns Schulleitungen macht dieser Umstand es uns schwer, gutes Personal dauerhaft zu halten."

Storz lobte zwar das Engagement des Bundes im Startchancen-Programm, betonte aber auch die Verantwortung des Landes. Denn: „Bildung ist Ländersache.“ Doch die Landesregierung nutze das Startchancen-Programm auch, um ihre Zuschüsse für „Brennpunktschulen“ zurückzufahren und so die eigene Kasse zu schützen. Dies führe dazu, dass nicht die ganze Bundesförderung dort ankomme, wo sie benötigt werde, wirft Storz der Landesregierung vor. Gegen die Personalnot an den Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren helfe nur, die Zahl der Studienplätze für Sonderpädagogik im Land zu erhöhen und faire unbefristete Arbeitsverträge zu schließen. „Doch das hat das Kultusministerium trotz aller Warnungen jahrelang versäumt,“ kritisierte der Abgeordnete.

 

Homepage Hans-Peter Storz, SPD-Landtagsabgeordneter für Singen, Hegau, Stockach

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